Ein Tag ohne ständige Erreichbarkeit. Dafür mit mehr Zeit für uns selbst und füreinander.
fo(r)est - Day Retreat 2026
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Ein Tag ohne ständige Erreichbarkeit. Dafür mit mehr Zeit für uns selbst und füreinander.
Wann hast du das letzte Mal einen ganzen Tag verbracht, ohne ständig auf dein Handy zu schauen? Ohne nebenbei durch Instagram zu scrollen, Nachrichten zu beantworten oder dich von einem Reiz zum nächsten ablenken zu lassen?
Genau darum ging es bei unserem fo(r)est Day Retreat. Gemeinsam mit unserem guten Freund Mani haben wir einen Tag gestaltet, an dem wir bewusst Abstand von der digitalen Welt nehmen und uns wieder mehr Zeit für das nehmen wollten, was im Alltag oft zu kurz kommt. Für uns selbst, für die Natur und für echte Begegnungen. Besonders gefreut hat uns, dass wir diesmal eine gemischte Gruppe aus Frauen und Männern begrüßen durften. Denn gerade die unterschiedlichen Persönlichkeiten, Erfahrungen und Perspektiven machen solche gemeinsamen Erlebnisse für uns besonders wertvoll.
Gestartet haben wir unseren Tag gemeinsam im Kreis, mit einer kurzen Meditation, einem Räucherritual und einer Vorstellungsrunde. Anschließend durften unsere Handys in einer eigenen Handybox verschwinden und für den Rest des Tages Pause machen. Gar nicht so selbstverständlich, wenn man bedenkt, wie oft wir im Alltag ganz automatisch danach greifen. Passend dazu beschäftigten wir uns gleich zu Beginn mit unserem Umgang mit Social Media. Nadine sprach darüber, wie die ständige Reizüberflutung auf uns wirken kann, warum wir uns online so häufig mit anderen vergleichen und wie wir es schaffen können, uns in dieser digitalen Welt nicht selbst zu verlieren. In einer offenen Gesprächsrunde tauschten wir unsere eigenen Erfahrungen aus und stellten fest, wie unterschiedlich unser Umgang mit sozialen Medien sein kann. Bei einer anschließenden Speed Connecting Runde hatten wir außerdem die Möglichkeit, uns in Zweiergesprächen näher kennenzulernen und verschiedene Perspektiven auszutauschen.
Danach ging es darum, wieder mehr bei uns selbst anzukommen. Bei einer gemeinsamen Teezeremonie habe ich ein paar einfache Übungen und Impulse mitgegeben, die dabei helfen können, Anspannung bewusster wahrzunehmen und im Alltag kleine Momente der Ruhe zu schaffen. Anschließend begleitete uns Mani durch eine Yogaeinheit mit Meditation, bevor wir uns bei einer gemeinsamen Jause stärkten. Auch am Nachmittag blieb genügend Raum für persönliche Erfahrungen, Gespräche und weitere Impulse, unter anderem durch Elena und eine Meditation von Nadine.
Die Kunst, einfach mal nichts zu tun
Ein ganz besonderer Teil unseres Retreats war die sogenannte Silent Hour. Eine ganze Stunde allein im Wald, ohne Handy, ohne Gespräche, ohne Aufgaben und ohne irgendeine Form von Beschäftigung. Einfach nur sein.
Was zunächst ziemlich unspektakulär klingt, ist in unserem Alltag gar nicht mehr so selbstverständlich. Wir sind es gewohnt, ständig etwas zu tun, Informationen aufzunehmen oder uns irgendwie zu beschäftigen. Selbst in ruhigen Momenten greifen wir oft automatisch zum Handy. Bei unserer Silent Hour wollten wir genau das einmal bewusst durchbrechen und uns stattdessen auf unsere Umgebung einlassen. Den Wald mit allen Sinnen wahrnehmen, den Geräuschen lauschen, unterschiedliche Gerüche entdecken oder einfach irgendwo sitzen und die Gedanken schweifen lassen. Es gab nichts zu erreichen, nichts richtig zu machen und auch keine Erwartungen daran, wie sich diese Stunde anfühlen sollte. Jeder durfte die Zeit ganz für sich nutzen und herausfinden, was passiert, wenn für eine Weile sämtliche Ablenkungen wegfallen.
Wenn der Körper zu Wort kommt
Ein weiterer besonderer Programmpunkt war der Workshop mit Mani, bei dem wir uns mit unseren Faszien, körperlicher Anspannung und dem möglichen Zusammenhang zwischen Körper und Emotionen beschäftigten.
Im Alltag nehmen wir oft gar nicht bewusst wahr, wie viel Anspannung wir mit uns herumtragen. Sei es durch Stress, langes Sitzen, innere Unruhe oder einfach die vielen kleinen Belastungen, die sich über den Tag ansammeln. Mani erklärte uns, welche Rolle unsere Faszien für Beweglichkeit und Körperwahrnehmung spielen und wie wir durch gezielte Übungen Spannungen wahrnehmen und lösen können. Dabei ging es nicht darum, möglichst beweglich zu sein oder bestimmte Übungen perfekt auszuführen. Vielmehr durften wir uns Zeit nehmen, in unseren Körper hineinzuspüren, unsere eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu beobachten, wie sich unterschiedliche Bewegungen und Dehnungen anfühlen. Besonders berührend war, dass dieser Teil des Retreats für manche Teilnehmende eine sehr befreiende Erfahrung war. Es wurde deutlich, dass bewusste Körperarbeit manchmal mehr in Bewegung bringen kann, als wir zunächst erwarten. Nicht nur auf körperlicher Ebene, sondern auch in dem, was wir dabei empfinden.
Für mich war das eine schöne Ergänzung zu den ruhigeren Momenten im Wald. Denn manchmal brauchen wir nicht noch mehr Gedanken und Erklärungen, sondern einfach die Möglichkeit, unseren Körper wieder bewusster wahrzunehmen.
Zum Abschluss unseres Retreats kamen wir noch einmal gemeinsam im Kreis zusammen, um den Tag Revue passieren zu lassen. Wir teilten unsere Gedanken, reflektierten die unterschiedlichen Erfahrungen und überlegten, was wir aus diesem Tag mit in unseren Alltag nehmen möchten. Und weil ein langer Tag im Wald natürlich auch hungrig macht, wartete am Abend noch ein besonderes Highlight auf uns. Mein Mann Jakob hatte für uns alle selbstgemachte Pizza vorbereitet, die wir gemeinsam am Lagerfeuer genießen durften. Während wir gemütlich zusammensaßen, gab es von Nadine außerdem noch persönliche Astroreadings. Eine schöne Gelegenheit, sich mit dem eigenen Geburtshoroskop zu beschäftigen und vielleicht die eine oder andere neue Perspektive auf sich selbst zu entdecken.
Für mich war das ein richtig schöner Abschluss. Nach einem Tag voller neuer Eindrücke einfach noch gemütlich zusammensitzen, essen, plaudern und den Abend ohne Zeitdruck ausklingen lassen. Gerade diese ungezwungenen Momente gehören für mich genauso zu einem gelungenen Retreat wie die Workshops und Übungen. Wenn aus anfänglich fremden Menschen eine Gruppe wird, in der man sich austauscht, miteinander lacht und vielleicht sogar neue Freundschaften entstehen.
Was wir aus diesem Tag mitnehmen
Mit unserem fo(r)est Day Retreat wollten wir vor allem eines zeigen. Wir müssen nicht ständig erreichbar sein, jede freie Minute mit neuen Inhalten füllen oder immer etwas Produktives tun. Manchmal tut es gut, das Handy einfach wegzulegen, nach draußen zu gehen und sich wieder bewusster auf das einzulassen, was gerade um uns herum passiert. Besonders schön fand ich, wie unterschiedlich die Menschen waren, die an diesem Tag zusammengekommen sind. Genau das hatten wir uns für dieses Retreat gewünscht. Einen Raum, in dem Frauen und Männer mit unterschiedlichen Erfahrungen und Sichtweisen aufeinandertreffen, voneinander lernen und gemeinsam etwas erleben können.
Ein großes Dankeschön geht an unseren lieben Mani, der diesen Tag gemeinsam mit uns gestaltet und mit seinem Wissen, seiner Erfahrung und seiner herzlichen Art bereichert hat. Danke auch an Jakob für die großartige Pizza und natürlich an alle, die dabei waren, sich auf neue Erfahrungen eingelassen und diesen Tag mit uns verbracht haben.
Denn manchmal müssen wir gar nicht mehr erleben, sondern einfach wieder bewusster wahrnehmen, was längst da ist.
xo, Anna